Waffen und Munition

Das Handwerkzeug des Waidmanns ist die Waffe.
Von der Steinzeit bis ins Mittelalter wurde mit Pfeil und Bogen, Speeren, Armbrüsten und Fallgruben dem Wild nachgestellt. Von einer Waidgerechtigkeit, im Sinne Achtung vor der Kreatur zu haben und dem Grundsatz dem Wild nur so wenig Leid, wie notwendig anzutun, war man damals noch weit entfernt.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hat sich die moderne Jagd und alles, was man damit in Verbindung bringt etabliert. Von nun an konnte das Wild aus verhältnismäßig weiter Entfernung, ohne es zu beunruhigen, im Sinne unserer heutigen Normen für den Tierschutz, erlegt werden. Erst durch die Nutzung von Gewehren und Kurzwaffen entstand die moderne Jagdkultur, wie wir sie heute kennen.
Heute ist die Jagd aktiver Naturschutz.

Blanke Waffen

Blanke oder auch kalte Waffen genannt,
werden zum Abfangen, Aufbrechen und Zerwirken des Wildes verwandt.

Zum abfangen von wehrhaftem Wild, kann die Saufeder ( Ein ca. 2 m langer mit einem Lederriemen umwickelter Eschenholzstab mit einer Parierstange, an der ca. 30 cm langen, beidseitig geschliffenen und bis zu 8 cm breiten Klinge. ) verwendet werden.
Häufig ist das der Fall, wenn der Einsatz der Büchse oder Kurzwaffe nicht möglich ist, z.B. durch eine Hundemeute am Stück.
Für weniger wehrhaftes Wild kann man das Waidblatt, ( Ein Messer mit einer ca. 25 cm langen, zur Spitze hin sich verbreiternde Klinge. ) den Hirschfänger ( Ein Messer mit einer ca. 35 cm langen Klinge. ) oder ein einfaches Jagdmesser, auch Jagdnicker genannt verwenden.
Zum Aufbrechen und Zerwirken des Wildes ist ein einfaches Jagdmesser, eventuell mit Aufbruchklinge und kleiner Säge gut geeignet.

Kurzwaffen werden für den Fangschuss auf krankes Wild, zum Jagdschutz oder dem sportlichen schießen verwandt. Da gibt es die Revolver, wo die einzelnen Patronen, ( ca. 5 – 6 Stück, je nach Fabrikat )  in der Trommel verwahrt werden und die Pistolen, welche zwischen 8 und 17 Patronen in einem Magazin fassen können.

Die wichtigsten Werkzeuge des Jägers sind die Langwaffen, mit denen das Wild auf eine Entfernung bis ca. 300 m bejagd wird. Zum einen gibt es die Büchsen, welche einen gezogenen Lauf haben ( Ein längs verlaufendes Innenprofil, das das Geschoss führt und es in einen stabilen Rotationsflug versetzt. ) und zum anderen die Flinten, mit glatten Läufen, deren effektivste Schussentfernung bei ca. 35 m liegt.
Langwaffen gibt es in verschiedenen Ausführungen (Einzellader, Repetierer, Selbstlader) mit zum Teil gemischten Laufbündeln. (Büchsflinte, Doppelbüchs-Drilling, Bockbüchsflinte)

Die für die Jagd relevante Munition, sind Büchsenpatronen für Lang- und Kurzwaffen, sowie Schrotpatronen für Flinten.

Büchsenpatronen für Langwaffen gibt es in unterschiedlichen Größen und Ausführungen, je nach Einsatzzweck wählt man die dafür Geeignete aus. Von der .22lfb für kleines Raubwild, über die .222 Rem. für Niederwild und der 7×64 für Hochwild und noch größer, hat der Waidmann freie Wahl.
Schrotmunition, die es ebenfalls in vielfältiger Auswahl gibt verwendet der Jäger zur Bejagung des Feder- und Raubwildes. In der Regel bestehen die Geschosse dieser Patronen aus kleinen bis großen Blei oder Stahlkugeln. Bis auf eine Ausnahme, dem so genannten Flintenlaufgeschoss, mit dem man auch Hochwild bejagen oder einen Fangschuss antragen darf.
Auch kann der Waidmann bei seinen Kurzwaffen für den Fangschuss oder den Selbstschutz aus unterschiedlichen Munitionssorten wählen.

Tresore & Co.

Seit dem Jahr 2009 müssen Waffen und Munition in zertifizierten Waffenschränken verwahrt und in verschlossenen Taschen oder Koffern transportiert werden.
Waffenschränke gibt es in verschiedenen Sicherheitsstufen und Ausführungen, in denen nur bestimmte Waffen und oder Munition verwahrt werden darf.

Übersichtstabelle: Waffenaufbewahrung in Tresoren

Munition darf ohne Waffen in nicht zertifizierten Blechschränken oder Geldkassetten mit Schwenkriegelschloss oder ähnlichem aufbewahrt werden.


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