Fakten über Waffen

Von Dr. G. Zakrajsek

Ist es wirklich bedenklich und gefährlich, wenn Bürger Waffen besitzen? Geht vom privaten Waffenbesitz Gefahr aus? Leben die Menschen sicherer, wenn ausschließlich staatliche Behörden Waffen führen? Sind zahlreiche Waffen in privaten Haushalten ein Alarmzeichen? Natürlich wurden all diese Fragen bei uns nie ernsthaft diskutiert. Schlagworte und sogenannte „Factoids“ – also plausibel klingende, aber falsche Behauptungen – waren das Rüstzeug der Waffengegner. Zwei simple geistige Strickmuster genügten: Die plumpe Gleichsetzung „Waffe = Gefahr“ einerseits und andererseits die Einteilung in: „staatliche Waffen = gut, private Waffen = schlecht“. Vorurteile vertragen keine Diskussion. Unsere Patentdemokraten haben immer Lösungen, ob diese auch richtig sind, ist uninteressant. Die Diskussion um die Waffen ist aber keineswegs eine Diskussion um die Sicherheit, sondern es geht wirklich um unsere Demokratie. Leider wurde die Auseinandersetzung um das Waffengesetz allzulange geführt, indem man sich gegenseitig Kriminalstatistiken – von Seiten der Waffengegner meistens falsche – an den Kopf geworfen hat. Der Lösung der Frage, warum Menschen Waffen haben wollen, ist man dadurch nicht näher gekommen. Tatsächlich geht es um die Demokratie. Wenn das Volk herrschen soll, muß es dazu in der Lage sein. Zu wissen, der Herrscher verfügt über Waffen, der Beherrschte nicht, stand am Anfang aller modernen Demokratiebewegungen. Absolutismus kommt ohne Volksbewaffnung, Pressefreiheit, ohne Gewaltenteilung, ohne Grund- und Freiheitsrechte aus. Ohne Verankerung aller dieser Rechte in der Verfassung lebten wir heute noch im Zeitalter des absoluten = undemokratischen Herrschens. Die Geschichte wäre eine gute Lehrmeisterin. Sie hat nur sehr schlechte Schüler. Die Mahnung des österreichischen Altbundeskanzlers Kreisky, aus der Geschichte zu lernen, wurde nicht einmal von ihm selbst beherzigt. Unsere modernen Geschichtsdeuter – auch Kreisky gehörte dazu – lernen nämlich immer nur das aus der Geschichte, was ihnen in den Kram paßt.

Freiheit nur mit Waffen im Volk

Sieht man sich die Geschichte des Waffenrechts unvoreingenommen an, wird alles ganz einfach. Zu allen Zeiten nämlich gab es das unabdingbare Prinzip: Freie Bürger dürfen Waffen besitzen. Manchmal sind sie sogar dazu verpflichtet. Unfreie oder Sklaven müssen waffenlos bleiben. Von Waffen hält man sie fern. Werden Sklaven mit Waffen ausgestattet, also etwa Gladiatoren oder Kriegssklaven, werden ihnen nach der Aufgabe die Waffen wieder weggenommen. Auch bei Soldaten, die zum Kriegsdienst gepreßt werden, verfährt man nicht anders. Spartacus blieb ein Einzelfall. Folgerichtig mußte natürlich unter dem Banner der Freiheit und der Gleichheit jedem freien Bürger der freie Besitz von Waffen gewährleistet sein. Für die Bewahrung der Freiheit schien der Waffenbesitz unerläßlich. Die Väter der modernen demokratischen Verfassungen haben das auch so verstanden. Freiheit und freier Waffenbesitz waren für sie untrennbar miteinander verbunden. In vielen Verfassungen, die vom Ende des 18. Jahrhunderts an entstanden sind, finden sich daher auch Bestimmungen, die dieses grundsätzliche Recht festschreiben. Sogar für die österreichischen Sozialisten war noch im ausgehenden 19. Jahrhundert klar, daß es Freiheit und Selbstbestimmung ohne Waffenbesitz nicht geben kann. Wir finden daher die Forderung nach „Volksbewaffnung” im Hainfelder Programm der Sozialisten. Das ist aber lange her. Man war der Macht noch sehr fern. Freiheit und Verantwortung des Volks hatten, anders als heute, noch einen hohen Stellenwert.

Die Zeiten haben sich geändert. Von diesen ursprünglichen, demokratischen Freiheitsidealen ist nicht viel geblieben. Im Europa des 20. Jahrhunderts haben Kommunismus, Nationalsozialismus und Faschismus nichts davon übergelassen. Diktatur und Totalitarismus etablierten sich immer über die Kontrolle der Rechtschaffenden, Medien und der Kommunikationseinrichtungen, aber vor allem über Waffenverbote für Privatpersonen. Dürften die Untertanen ihre Waffen behalten hätte kein Unrechtsregime schließlich Bestand. Man kann sich nicht vorstellen, daß wohlbewaffnete Menschen dazu gebracht werden können, Viehwaggons zu besteigen, Soldaten natürlich ausgenommen. Am Ende dieser Schrecknisse wurden die meisten Rechte – wenn auch vorsichtig und zaghaft – wieder eingeführt. Das Recht des freien Waffenbesitzes hat man (Österreich war bis 1996 eine rühmliche Ausnahme) ganz gerne vergessen. Verfassungsmäßig nicht garantierte Rechte haben leider auch in Demokratien die Tendenz, allmählich zu schwinden. Vor allem Deutschland und England sind Musterbeispiele dafür, wie mit fadenscheinigen, falschen Argumenten grundlegende Bürgerrechte einfach kassiert werden, ohne daß sich Widerstand regt. Das Trauma des Kriegs hat viele Menschen vergessen lassen, daß nicht die privaten Waffen, sondern die Waffen in staatlicher Hand die Blutwerkzeuge gewesen sind. „Waffen weg“ bedeutet immer auch „Rechte weg“; das ist heute nur den wenigsten bewußt.

Bewaffnete Bürger = Grundlage freier Menschen

Die Angst der Regierenden vor dem eigenen Volk ist groß. Sonst würde man es nicht entwaffnen wollen. Kaiser Franz Josef, heute gerne als Despot verleumdet, kam ohne Leibwächter aus. Demokratische Kanzler und Minister bewegen sich neuerdings nur mehr hinter den lebenden Mauern guttrainierter und hochbezahlter Personenschützer. Ein deutscher Außenminister, der sich unbeholfen die Schutzweste über den Armanianzug schnallt, ist nicht nur eine lächerliche Figur, sondern das Symbol einer neuen, bürgerverachtenden Herrscherkaste. Ein Innenminister, der vor nicht allzulanger Zeit der Terrorszene gefährlich nahegekommen ist, zerbricht sich den Kopf darüber, wie man unbescholtenen Leuten den Zugang zu legalen Waffen noch weiter erschweren könnte. Einer der jüngsten deutschen Waffengesetzentwürfe bekannt sich unverfroren zum falschen, weil undemokratischen, Grundsatz: „So wenig Waffen wie möglich sollen ins Volk“. Wäre das deutsche Volk nur klug genug, erkennte es daraus die Geringschätzung, die dem wahren Souverän der Demokratie, dem Volk nämlich, von seinen eigenen Politikern entgegengebracht wird.

Unter dem widersinnigen Motto „Legale Waffen – nein, illegale Waffen – ja!“ scheinen alle modernen Waffengesetze zu stehen. Man beschäftigt sich mit dem braven Mann und vergißt darüber den Verbrecher. In diesem Klima hat der bewaffnete Bürger natürlich keinen Platz. Wer für sich selbst elitäre Sicher heitsmaßnahmen fordert, koste es was es wolle, hat kein Verständnis für die vielzitierte „Pistole im Nachtkastel“. Wer sich bei jeder grausigen Untat bloß mit der Psyche des bedauernswerten Täters beschäftigt, ist entsetzt, wenn sich jemand verteidigen möchte.

Der bewaffnete Bürger ist ein selbstbewußter Bürger. Er weiß, daß er sich nicht jederzeit oder nicht in allen Lagen auf rechtzeitige staatliche Hilfe verlassen kann. Der bewaffnete Bürger ist ein verantwortungsbewußter Bürger. Er weiß, daß er Rechte, aber auch Pflichten hat. Der bewaffnete Bürger ist die Basis unserer Demokratie. Er weiß, daß man Rechte nur bewahrt, wenn man auch bereit ist, sie zu verteidigen. Der bewaffnete Bürger will keine Privilegien, er will bloß sein Recht. In den Augen moderner Politiker ist der bewaffnete Bürger daher ein Auslaufmodell. Unbequeme und selbstbewußte Untertanen passen nicht so recht in die Vorstellungswelt derer, die zwar ihre Macht gerne aus den Händen des Volks entgegennehmen, aber nur ungern etwas von ihrer Macht abgeben.

Waffenzahl mißt die Freihet im Staate

Wir kommen dazu, die eingangs gestellten Fragen zu beantworten: Natürlich ist unbescholtener Bürger Waffenbesitz nicht gefährlich. Vom privaten Waffenbesitz geht keine Gefahr aus. Wäre dem so, müßte in Staaten wie Österreich oder der Schweiz – einem Land, wo jeder Milizsoldat sein Sturmgewehr mit Munition zu Hause verwahrt ein Großteil der Bevölkerung ausgerottet sein und blutige Anarchie herrschen. Das Gegenteil ist der Fall. Die Kriminalitätsrate in den USA ist auch nicht auf die liberale Waffengesetzgebung zurückzuführen; im Gegenteil: Seriöse Untersuchungen beweisen die kriminalitätsdämpfende Wirkung liberaler Waffengesetze. Wenn ausschließlich staatliche Behörden Waffen besitzen, leben die Bürger leben auch keineswegs sicherer. Wer Geschichte wirklich gelernt hat, weiß, gerade die blutigsten Diktaturen nahmen den Bürgern erst einmal ihre Waffen. Nur so kann ein staatliches Gewaltmonopol zum staatlichen Verbrechensmonopol werden. Konzentrationslagern mögen sicher gewesen sein – allerdings nur für die bewaffnete Wachmannschaft. Viele Waffen in privater Hand sind ein zuverlässiger Zeiger demokratischer Güte eines Staatswesens. Despotien und totalitäre Staaten erkennt man nämlich daran, daß praktisch keine privaten legalen existieren. Die Österreicher müßten daher stolz darauf sein, daß die Bürger mehr Waffen als Polizei und Militär besitzen.

Der bewaffnete Bürger schuf die frühen demokratischen Staaten Athens und des alten Roms. Als deren Bürger ihre Waffen verloren und nur noch Soldaten Waffen besaßen, war es auch mit diesen Demokratien vorbei.

In den Köpfen der bewaffneten Bürger wurde die Idee von der Freiheit und Gleichheit geboren. Die Geschichte dieser Idee kennen wir. Von der französischen Revolution und den bürgerlichen Revolutionen in den anderen europäischen Ländern führte der Weg nur zu oft in die Despotie. Waffen zu verlieren bedeutete aller Rechte zu verlieren. Wir, die bewaffneten Bürger Österreichs, haben unsere Lektion aus der Geschichte gelernt. Wir leisteten Widerstand und deshalb auch unsere Waffen behalten. Wir bewahren aber nicht nur unser Eigentum, unsere Rechte und Würde. Was wir damit für die Demokratie getan haben, werden vielleicht erst unsere Kinder zu schätzen wissen. Auch für unsere Kinder soll gelten: Alle Macht dem Volke! Waffen im Volk gewährleisten dies!

Wüten gegen Selbstverteidigung;
Ein Psychiater untersucht die Waffen-weg Mentalität.
Von Sarah Thompson. IWÖ

Man braucht keine Schusswaffe; Die Polizei wird einen schützen.

Wenn die Leute Schusswaffen führen, wird es Schießereien über Parkplätze und Fußballspiel geben.

Ich bin ein Pazifist. Erleuchtete, spirituell wache Menschen sollten keine Schusswaffen besitzen.

“Ich würde lieber vergewaltigt werden, als dass so ein Rambotyp mich zu retten versucht.”

Wie oft haben Sie solche Aussagen von fehlgeleiteten Befürwortern der Opferentwaffnung gehört, oder von völlig uninformierten Verwandten und Nachbarn? Warum halten Menschen an diesen Glaubenssätzen so fest, trotz unwiderlegbarer Beweise, dass diese falsch sind? Warum werden sie so unglaublich wütend, wenn Besitzer legaler Waffen darauf hinweisen, dass diese Aussagen inhaltlich und logisch falsch sind?
Wie kann man mit diesen Leuten effektiv kommunizieren, die so realitätsfremd und irrational erscheinen?
Eine Möglichkeit mit Waffengegnern umzugehen ist es, ihre psychologischen Prozesse zu verstehen. Wenn man versteht, warum diese Menschen sich so irrational verhalten, kann man besser mit ihnen kommunizieren.

Psychologische Verteidigungsmechanismen

Projektion

Vor einem Jahr erhielt ich eine E-mail.
Der Autor der anonym bleiben wollte, behauptete, dass niemand das Recht habe Waffen zu tragen, weil er selbst nicht zum Opfer einer seiner Nachbarn werden wollte, der vielleicht einen “schlechten Tag” erwischt hätte. (ich weiß nicht, ob diese Person männlich ist, nehme es aber der Einfachheit halber einmal an). Ich stellte die Gegenfrage, warum er denn meine, seine Nachbarn würden ihn ermorden wollen und erhielt natürlich keine Antwort. In Wirklichkeit ist es wahrscheinlicher, dass er von einem Nachbarn ermordet würde, der keine legale Waffe besitzt und noch wahrscheinlicher, dass er irrtümlich von einem Polizisten erschossen würde.

Woher weiß denn mein Korrespondent, dass seine Nachbarn ihn ermorden würden, wenn sie Schusswaffen hätten? Er weiß es eben nicht. Was er tatsächlich ausdrückt ist, dass wenn er eine Waffe hätte, könnte er an einem schlechten Tag seine Nachbarn ermorden, oder falls sie seinen Parkplatz besetzen, oder ihre Musikanlage zu laut aufdrehen. Das ist ein Beispiel für das, was Fachleute für psychische Gesundheit “Projektion” nennen – unbewusst die eigenen inakzeptablen Gefühle auf andere Menschen zu projizieren, sodass man selbst nicht dafür verantwortlich zu sein braucht. Gelegentlich werden diese unerträglichen Gefühle nicht auf Personen, sondern auf unbelebte Gegenstände, beispielsweise Schusswaffen projiziert, sodass der Projektor glaubt, die Waffe selbst würde ihn ermorden.

Projektion ist ein psychischer Verteidigungsmechanismus. Das sind unbewusste psychologische Vorgänge, die uns vor Gefühlen schützen, die wir nicht bewusst akzeptieren können. Sie funktionieren unterbewusst, damit wir nicht bewusst mit “verbotenen” Gefühlen und Impulsen umgehen müssen. Würde man meinen E-mail Schreiber fragen, ob er denn wirklich seine Nachbarn ermorden wolle, so würde er dies heftig verneinen und stattdessen behaupten, seine Nachbarn würden ihm nach dem Leben trachten.

Projektion ist ein besonders tückischer Mechanismus, weil er nicht nur verhindert, dass ein Mensch mit seinen eigenen Gefühlen umgehen muss, sondern auch eine Welt schafft, in der er glaubt, alle Menschen würden seine negativen Gefühle an ihn zurückleiten.

Alle Menschen haben gewalttätige, sogar mörderische Impulse. Es ist nicht ungewöhnlich, Sätze wie “Ich bring’ meinen Chef um” oder “mach’ das nochmal und ich bring’ Dich um” zu hören. Das bedeutet nicht, dass diese Menschen jemand töten würden oder könnten; Sie drücken damit bloß ihren Ärger und ihre Frustration aus. Wir alle empfinden Angst, Hilflosigkeit und Verletzlichkeit. Die meisten Menschen können die Gefühle von Zorn, Angst, Frustration, Neid usw. zugeben, ohne darauf ungeeignet oder destruktiv zu reagieren.

Manche Menschen können jedoch nicht bewusst zugeben, dass sie solche “inakzeptablen” Gefühle haben. Sie mögen überdurchschnittlich starken Zorn, Frust oder Angst haben. Vielleicht befürchten sie auch, wenn sie diese Gefühle zugeben, so könnten sie die Kontrolle verlieren und tatsächlich jemandem wehtun. Sie könnten auch glauben, dass “gute Menschen” solche Gefühle nicht haben, obwohl tatsächlich alle Menschen diese empfinden.

Das gilt besonders heute, wo sogenannte “Erziehungsexperten” Kindern grundsätzlich verbieten, negative Emotionen oder Aggression auszudrücken. Anstatt zu lernen, dass diese Gefühle ganz normal sind und bloß das destruktive Verhalten beherrscht werden muss, lernen Kinder nun, das solche Gefühle böse, gefährlich und mit schwerer Strafe bedroht sind. Um sich nun vor dem “Böse sein” zu schützen, werden sie gezwungen psychische Verteidigungsmechanismen einzusetzen, damit sie ihre eigenen normalen Gefühle nicht besitzen müssen. Unglücklicherweise kann die unangebrachte Verwendung dieser Mechanismen die psychische Gesundheit beeinträchtigen; Kinder müssen lernen, mit der Realität umzugehen, nicht wie man sie vermeidet.

(Diese Diskussion der psychischen Mechanismen bezieht sich auf die durchschnittlichen Personen, die nicht oder falsch informiert sind bezüglich Schusswaffen und Selbstverteidigung. Sie trifft nicht auf den Anti-Waffen Ideologen zu. Fanatiker kennen die Tatsachen und propagieren die Opferentwaffung ganz bewusst und absichtlich um der politischen Macht willen. Diese psychologische Analyse trifft nicht auf solche zu.)

Verneinung

Ein anderer häufig benutzter Verteidigungsmechanismus ist die Verneinung. Verneinung ist die Weigerung, den Tatsachen ins Auge zu schauen. Zum Beispiel die Ehefrau, deren Mann beginnt spät nach Hause zu kommen, fremdes Parfum an den Kleidern hat und auf dessen Kreditkartenabrechnung Blumen und Schmuck auftauchen. Sie könnte ziemlich wütend auf eine wohlmeinende Freundin werden die andeutet, dass ihr Mann eine Affäre haben könnte. Die Realität ist augenscheinlich, aber die betrogene Ehefrau ist durch die Untreue ihres Mannes so bedroht, dass sie diese nicht akzeptieren kann und deshalb ihre Existenz verneint.

Waffengegner handeln genauso. Es ist offensichtlich, dass wir in einer gefährlichen Gesellschaft leben, wo Kriminelle unschuldige Opfer angreifen. Beinahe jeder kennt jemanden oder ist selbst einmal zum Opfer geworden. Ebenso offensichtlich ist, dass die Polizei nicht jeden Menschen überall und 24 Stunden am Tag beschützen kann. Umfangreiche Studien zeigen, dass die Polizei nicht gesetzlich gezwungen ist, einzelne Menschen zu beschützen und dass Waffenbesitz der effektivste Weg ist, sich selbst und seine Familie zu beschützen. Es gibt unwiderlegbare Beweise dafür, das die Opferentwaffnung fast immer dem Völkermord vorausgeht. Trotzdem behaupten die Waffengegner trotz aller gegenteiligen Beweise, dass “die Polizei Dich beschützen wird”, “dies eine sichere Gegend ist” und “es hier nicht passieren kann”, wobei es alles zwischen Straßenraub und Massenmord sein kann.

Waffengegner die die Realität der nachgewiesenen und erheblichen Gefahren der Opferentwaffnung nicht akzeptieren wollen, verwenden Verneinung um sich vor dem Unbehagen sich hilflos und verletzlich zu fühlen zu schützen. Ebenso handeln Waffenbesitzer, die behaupten “Mir werden die Waffen schon nicht weggenommen werden” um sich vor der Vorstellung zu schützen, gewaltsam entwaffnet und damit hilflos und verletzlich gemacht zu werden.

Reaktionsbildung

Reaktionsbildung ist ein weiterer häufiger Verteidigungsmechanismus unter den Waffengegnern. Reaktionsbildung geschieht, wenn eine inakzeptable Emotion oder Wunsch in das genaue Gegenteil verkehrt wird. Zum Beispiel ein Kind, das auf einen Geschwisterteil neidisch ist könnte exzessive Liebe oder Zuwendung für den verhassten Bruder oder die verhasste Schwester ausdrücken.

Ebenso kann ein Mensch, der eine mörderische Wut auf seine Mitmenschen hat, behaupten ein Pazifist zu sein, oder es ablehnen Fleisch zu essen oder sogar Insekten zu töten. Solche Leute flüchten sich oft in spirituelle Disziplinen und glauben, sie wären den “weniger zivilisierten” Menschen “überlegen”, die “gewalttätige Verhaltensweisen” wie Jagen oder Sportschießen ausüben. Sie können auch “Tierschutz” Organisationen beitreten, die Tierrechte über Menschenrechte stellen. Dadurch kann eine solch wütende Person nicht nur vermeiden mit der eigenen Wut umzugehen, sondern es erlaubt ihr sogar  den verhassten Menschen Schaden zuzufügen, ohne Wissen zu müssen dass er sie hasst.

Das soll jetzt nicht jene vielen wunderbaren Menschen schlecht machen, die pazifistisch, religiös oder vegetarisch sind, oder sich um den Tierschutz kümmern. Es geht nicht darum  was geglaubt wird, sondern wie ein Mensch seinen Glauben auslebt und erlebt. Ernsthafte Ausübende versuchen sich zu bessern, oder in einer respektvollen, sanften Weise zu helfen. Sie arbeiten daran andere friedlich zu überzeugen, in dem sie ein Beispiel für ihre Meinung nach richtigem Verhalten geben. Ehrliche Pazifisten zeigen gegenüber allen Menschen guten Willen, auch wenn sie nicht mit ihnen einer Meinung sind.

Ganz im Gegensatz dazu steht ein wütend ausfallender Mensch, der Fleisch verbieten will und glaubt dass die Ermordung von Jägern zur “Rettung der Tiere” gerechtfertigt ist.
Oder der Mensch der Selbstverteidigung verbieten will und glaubt, unschuldige Menschen wären verpflichtet, sich für die Verbesserung der Gesellschaft vergewaltigen und ermorden zu lassen. Beispielsweise sagt die Feministin Betty Friedan “dass sogar in Selbstverteidigung die letale Gewalt nur noch mehr Gewalt hervorruft”. Der wirklich spirituelle Pazifist vermeidet jeglichen Zwang bei seinen Bemühungen, andere Menschen nach seinen Vorstellungen handeln zu lassen und wird generell von positiven Emotionen getrieben, während ein zorniger Mensch “sozial akzeptable” Wege findet, um seinen Mitmenschen zu schaden, sie zu missbrauchen oder gar zu töten.

Im Fall der Waffengegner vermeidet die Reaktionsbildung jede Bewusstwerdung ihres Hasses gegen ihre Mitmenschen, während sie sich gegenüber den Waffenbesitzern überlegen fühlen können. Gleichzeitig erlaubt es ihnen, anderen schweren Schaden und sogar den Tod zuzufügen, indem sie den anderen die notwendigen Mittel zu ihrer Selbstverteidigung verweigern. Das macht die Reaktionsbildung aus psychologischer Sicht sehr attraktiv und daher auch schwer zu begegnen.

Verteidigungsmechanismen werden häufig kombiniert und ein Waffengegner kann mehrere davon gleichzeitig verwenden. Mein unglücklicher Korrespondent beispielsweise verwendet Projektion um eine Welt aufzubauen, in der seine Nachbarn ihn ermorden wollen. Deshalb wird er zornig und ängstlich und muss noch mehr Mechanismen einsetzen, um das zu ertragen. Also verwendet er Projektion um seinen eigenen Zorn auf andere zu übertragen; Verneinung der Gefahren um vor einer Welt zu schützen, in der er glaubt hilflos den Mordgelüsten der anderen ausgesetzt zu sein und Reaktionsbildung um zu versuchen, die Kontrolle über aller anderer Leben zu erlangen weil sein eigenes Leben ihm so hoffnungslos entgleitet.

Verteidigungsmechanismen verzerren die Realität

Verteidigungsmechanismen verzerren die Realität, um unangenehme Emotionen zu vermeiden. Deshalb ist beim Anwender die Fähigkeit, die Realität zu erkennen und zu akzeptieren vermindert. Das ist der Grund, warum mein E-mail Schreiber und viele andere Waffengegner an ihrem Irrglauben festhalten, ihre Nachbarn und Arbeitskollegen würden zu Massenmördern, würde man ihnen den Besitz von Schusswaffen erlauben.

Legale private Waffenträger sind tatsächlich weniger gewalttätig und weniger anfällig für kriminelle Aktivitäten jeglicher Art als der Durchschnitt der Bevölkerung.
Ein unbescholtener Bürger, der einer polizeilichen (und hierzulande auch einer psychologischen) Untersuchung standgehalten hat, sich einem Training unterzogen hat und hunderte Euro für einen Waffenpass, Jagdschein oder einer Mitgliedschaft im Schützenverin und eine Schusswaffe ausgegeben hat, wird nur mit äußerst geringer Wahrscheinlichkeit seinen Nachbarn ermorden. Das würde ja eine Fahndung nach sich ziehen, ein Gerichtsverfahren, Gefängnis, in den USA möglicherweise sogar die Todesstrafe  und die Zerstörung seiner Familie, seiner Karriere und seines Rufs. Offensichtlich macht es für einen solchen Menschen keinen Sinn, seinen Nachbarn zu erschießen, außer in Notwehr.
Offensichtlich hat ein Waffengegner der meint, dass böswillige Schusswechsel durch legale Waffenbesitzer wahrscheinlich sind, den Kontakt zur Realität verloren.

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